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Fotoscheu - machen Hochzeitsbilder trotzdem Sinn?

Fotoscheu - machen Hochzeitsbilder trotzdem Sinn?

Juchu! Der Antrag war perfekt, die Hochzeits-Planungen sind in vollem Gange und da steht man dann vor der Wahl des Fotografen und bemerkt: Wir wollen unbedingt Bilder haben, aber wir hassen es fotografiert zu werden. - Das Dilemma ist perfekt. Was also tun?

 

Unbehagen vor der Kamera

Zunächst sei gesagt: Selbst als Fotografin habe ich einen gewissen Respekt und fühle mich unsicher und überfordert wenn eine Kamera auf mich gerichtet ist. Weshalb? Fragen mich viele. Ich denke vor allem ist es das Unwissen, wie ich mich vor einer Kamera verhalten soll - Schließlich steht man oft einfach da und weiß nicht so richtig was mit sich anzufangen und wartet auf Anweisungen. Sehr oft endet dass in komischen Grimassen oder seltsamen Gesichtsausdrücken auf den Bildern. Starres In-die-Kamera-Grinsen oder seltsames, verunsichertes Lachen. Kennt ihr auch, oder?

Viele Menschen reagieren auf unterschiedliche Weise auf das Fotografiert-Werden. Hier kommen meine gängigsten Beobachtungen (von "hinter der Kamera"), die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe:

Hektik und Chaos. Vor lauter Unsicherheit und Überforderung beginnen viele hektisch zu werden. "oh mein Gott, sitzen meine Haare richtig?" oder "Sind die Schuhe, die ich trage in Ordnung?" Diese Hektik zeigt sich in übermäßigem Plappern oder wilden Bewegungen. Das führt zu Chaos und Unberechenbarkeit.

Erstarren. Einige flüchten natürlich auch in ihre innere, kleine Welt und erstarren zu Eis. Der ganze Körper krampft und wirkt unbeweglich. Jegliche Anweisungen rauschen in die Leere oder kommen nur sehr verlangsamt an. Oftmals beobachte ich hier auch das klassische "Fotografenlächeln" und ein fester Blick in die Kamera. Erst mit dem erlösenden "Klick" kehrt kurz Entspannung ein.

Flüchten. Der Klassiker, die Blicke gehen überall hin, nur nicht in die Kamera. "Was? Herschauen? Hihi.. ja ganz kurz ... aber da drüben..." und schwupps ist der Kopf wieder gedreht. Einer Situation, die unangenehm ist, standzuhalten benötigt viel Energie und Mut.

Schimpfen. Klar, auch das kommt vor und nehme ich schon lange nicht mehr persönlich. So eine Situation ist nicht für alle leicht und kann man nicht flüchten wird sich halt gewehrt. "Sind wir jetzt fertig?" "Dauert das noch lang?" "Was braucht denn da so ewig?" - Huch, seinen Frust auf so eine Weise loszuwerden ist sicherlich nicht die feine-englische Art aber für mich absolut nachvollziehbar.

Ich sehe was, was Du nicht siehst

"Jetzt stell' Dich halt nicht an!" höre ich da oft von einer dritten Person. Und da graust es mir gleich, schließlich stellt man sich ja nicht mit Absicht an. Zusammenreissen hilft auch nicht, weil dann noch mehr gekrampft wird. Für ein hervorragendes Bild hilft nur Entspannung und Natürlichkeit. Warum aber, ist man denn beim Fotografiert-werden nicht entspannt? Eigentlich völlig klar weshalb:

Der Fotograf sieht Dinge, die ich nicht sehe. So ergeht es mir oft. Meine Gedanken stehen Kopf wenn ich daran denke, was der Fotograf/die Fotografin alles an mir peinliches entdeckt, was ich nicht sehe! Sitzt die Bluse richtig, oder sieht irgendetwas unvorteilhaft aus? Auf einem Bild kommt alles zum Vorschein und ist auch noch für Jahrhunderte festgehalten! Eine Katastrophe!

Ich mag es nicht im Mittelpunkt zu stehen. Beziehungsweise: Ich werde nicht gerne beobachtet. Ja, Ja. Da wurde einem in der Kindheit immer wieder eingetrichtert, dass man sich zurückhalten soll. Besonders Frauen leiden oft darunter. "So wichtig bin ich doch gar nicht." oder "Ach, es geht doch heute nicht um mich." höre ich bevorzugt gerne auf Hochzeiten von den Gästen (aber auch vom Brautpaar?!).

Ich seh' auf Fotos immer furchtbar aus. Oh nein! Diesen Gedanken kenne ich. Die Selbsterfüllende Prophezeihung. Gegen die Erwartungen lässt es sich schwer kämpfen und aus diesem Teufelskreis auszusteigen ist auch immer schwierig.

Und bei all den klaren Anzeigen und Gründen würde ich mich jetzt fragen: Warum zum Teufel macht man das eigentlich?

Das Dilemma

Der Charakter des Fotografen oder der Fotografin ist wichtig. Zunächst einmal ist es absolut notwendig, dass ihr Eurem Fotografen oder Eurer Fotografin vertraut. Überall ist die Rede davon, dass die "Chemie stimmen muss". Damit ist gemeint: Man kann sich gegenüber seinem Fotografen entspannen und hat keine Unsicherheiten mehr. Wie bei der besten Freundin: Es sollte egal sein, wie man aussieht. Man muss nicht darauf achten was man sagt oder wie man sich verhält. Kann über Fettnäpfchen lachen und auch mal frech sein. Man kann weitestgehend man selbst sein und ist damit ungehemmt. Lernt also Euren Fotografen oder Eure Fotografin kennen! Stalkt sie in den sozialen Medien, ruft ihn/sie an, stellt Fragen, seid unverschämt! Habt ihr immer noch ein gutes Gefühl, ist er oder sie die Richtige für den Job.

Zeit und Übung helfen. Natürlich ist jeder Mensch anders. Erfahrungsgemäß brauchen viele (inklusive mir) einen Moment bis sie sich auf den anderen eingestellt haben. Seit ihr eher introvertiert und schüchtern helfen persönliche Gespräche (vor Ort), Skype-Termine oder sogenannte Engagement-Shootings (Verlobungsshootings) enorm um erste Blockaden zu lösen. Seid Euch nicht zu schade auch nach einer weiteren Möglichkeit des fotografiert-werdens zu fragen und Euch auch mal mehr als eine Stunde Zeit dafür zu nehmen.

Fühlen nicht Denken. Auch kleinere Tricks helfen zuverlässig beim Vergessen der seltsamen Situation. So ein komischer Gesichtsausdruck - oftmals den komischen Gedanken geschuldet - verschwindet in dem Moment in welchem wir aufhören zu denken. Konzentriert Euch also auf das Vögel-Zwitschern oder an einer schöne Erinnerung. So zaubert sich ganz automatisch ein Lächeln auf Eure Lippen und ihr könnt sogar Eurem Partner/Partnerin während des Shootings davon erzählen!

Sich mit dem Gegenüber beschäftigen. Fotografiert-Werden ist ja eigentlich Nebensächlich. Es geht um das Erlebnis und die Zeit die ihr währenddessen miteinander verbringt. Zumindest sollte es so sein. Da darf man sich schon mal auf den anderen Menschen konzentrieren. Ganz automatisch posiert man dann sehr natürlich und mögliche kleine Hinweise von mir (wie z.B. die Hand zu heben oder den Strauß beiseite zu legen) sind dann auch gar nicht mehr so schlimm!

Den Fotografen/Die Fotografin ignorieren. Auch etwas, dass eigentlich unhöflich ist aber für ein gutes Bild essentiell (zumindest wenn ihr zu Zweit vor der Kamera steht). Kümmert Euch nicht um Euren Fotografen/Fotografin, sie wird vermutlich zu dem Zeitpunkt komisch aussehende Joga-Übungen vollziehen und ein Auge zukneifen während - irgendwie - Bilder dabei entstehen. Sollte es relevant sein, dass ihr in die Kamera schaut wird er/sie sich melden. Bis dahin ist es für das Bild immer hervorragend wenn ihr Euch unbeobachtet fühlt. :)

Fotografiert-Werden

Ihr merkt schon - eigentlich keine große Sache, dieses Fotografiert-Werden. Wenn ich ehrlich bin, sehen wir Fotografen sogar während unserer Arbeit noch viel bescheuerter aus als ihr Euch beim Fotografiert-Werden fühlen werdet! Glaubt mir. Mit ein bisschen Vertrauen und Übung wird man mit den besten Ergebnissen belohnt und wann wenn nicht an Eurer Hochzeit ist es Zeit für wirklich atemberaubende und wunderschöne Bilder von Euch

Habt ihr Mut gefasst? Dann schaut doch mal meine Hochzeitsreportage Bilder an und informiert Euch über mein Konzept. Vielleicht darf ich Euch auch bald auf Hochzeit begleiten?


 

Saja Seus - Hochzeitsfotografie | Feldstr. 77b | 61352 Bad Homburg vor der Höhe (Germany)
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