Eure Trauung - der Mittelpunkt des Tages

Eure Trauung - der Mittelpunkt des Tages

Der Grund, weshalb man den ganzen Aufwand eigentlich betreibt: Die Trauung. Das Ja-zueinander-sagen. Euer Schwur, Euer Versprechen - der Mittelpunkt des Tages. Hier kommen verschiedene Möglichkeiten diesen Teil Eurer Hochzeit zu gestalten.

 

Der richtige Zeitpunkt

Seid ihr Frühaufsteher oder Langschläfer? Frühtstücker oder Abendesser? Ich habe schon so viele unterschiedliche Paare begleiten dürfen.. . Genau so unterschiedlich waren auch die Trauungen. So gab es schon Paare, die sich nur im kleinen Familienkreis morgens um 10 Uhr auf dem Standesamt das Ja-Wort gegeben haben und gleich anschließend zum Mittagessen eingeladen hatten. Und es gab Paare, die ihre komplette Hochzeitsgesellschaft zur freien Trauung gegen 17 Uhr geladen hatten um gleich ohne Pause hinterher zum Abendessen über zu gehen. Je nach Jahreszeit und Euren Vorlieben kann das ganz individuell geplant sein. Einen richtigen Zeitpunkt als solchen gibt es also nicht.

Die standesamtliche Trauung

Der gesetzlich wirksame Teil ist und bleibt die standesamtliche Trauung. Diese kann aber mittlerweile ähnlich zeremoniell, herzlich und emotional ablaufen wie eine kirchliche- oder freie Trauung. Das liegt immer ein bisschen an der jeweiligen Gemeinde und den Beamten. Der gesetzliche Teil ist tatsächlich nur das Vorlesen und Unterschreiben der Unterlagen. Aber einige Standesämter haben hierfür auch die Möglichkeit zwischen verschiedenen Locations zu wählen. Es gilt: Ihr müsst Euch nur in Eurem Wohnort zur Trauung anmelden, durchführen kann das jedes beliebige Standesamt, deutschlandweit. So ist z.B. auch eine standesamtliche Strandhochzeit auf Norderney möglich oder eine standesamtliche Hochzeit auf einem Berggipfel in Oberstdorf. Die meisten dieser Trauungen dauern jedoch meist nur zwischen 20 und 30 Minuten.

Die kirchliche Trauung

Um den Segen Gottes zu erhalten ist der Gang in die Kirche essentiell. Manche Geistliche trauen auch im Freien oder an besonderen Orten. Auch hier ist der erste Schritt zur Gemeinde zu gehen, in welcher man wohnt. Die Konfession spielt mittlerweile nicht mehr so sehr eine Rolle. Kann man doch beides unterbringen und viele Pfarrerinnen und Pfarrer trauen gerne ökomenisch und damit gemeinsam. Hier hängt sehr sehr viel von Pfarrer und Pfarrerin ab. Eine kirchliche Trauung kann - je nach Planung - zwischen 40 und 60 Minuten dauern.

Das Fotografieren in der Kirche ist übrigens immer noch – ab und an – ein kritisches Thema. Ich würde nie in eine Zeremonie eingreifen. Ihr erlebt mich immer mit großem Respekt und viel Abstand. Es ist mir wichtig, niemanden zu stören. Dennoch: Wählt Eure Pfarrerin oder Euren Pfarrer mit bedacht. Zu oft schon gab' es durch kurzfristige Foto-Verbote Tränen.

Die freie Trauung

Wer komplett unabhängig und frei in der Umsetzung seines Ja-Wortes und Versprechen sein möchte, entscheidet sich am Besten für eine freie Trauung. Hier kann mit einem Trauredner oder Rednerin die Gestaltung und der Ablauf komplett aus eigenen Ideen entstehen und an jeglichem Ort stattfinden. Freie Theologen nehmen sich gerne und viel Zeit für Euch als Paar, so dass der Ablauf, das Versprechen und die Zeremonie als solches besonders individuell und emotional werden kann. Eine freie Trauung kann somit 30 Minuten oder zwei Stunden dauern - je nachdem wie viele Bestandteile die Zeremonie hat, wieviel Musik und ob vielleicht noch jemand drittes etwas beitragen will. Es sind keine Grenzen gesetzt.

Mehr Emotionalität

Musik ist eigentlich fast immer dabei, aber selten WÄHREND der Ringübergabe oder dem Ja-Wort zu finden. Ein Fehler! Denn gerade bei den Emotionalsten Momenten ist Hintergrundmusik ein absoluter Traum und unterstreicht die Bedeutsamkeit des Moments.

Gratulationen sind zwar oft eine emotionale Sache, werden aber ganz typisch Deutsch oft sehr unemotional angegangen. So sehe ich regelmäßig eine lange Schlange an vielen Gästen, die sich brav in eine Reihe stellen, um nacheinander, Stück für Stück, die Hand zu schütteln. Anstrengend! Bei vielen internationalen Hochzeiten läuft das anders, da wird einfach drauf losgestürmt. Zurecht! Viele Gäste holen sich schon bevor sie gratuliert haben eine Stärkung in Form eines Sektglases und das Gratulieren wird noch lustiger und fröhlicher als wenn sie eine halbe Stunde in einer langen Schlange mitten in der prallen Sonne gestanden haben.

Das klassische Spalierstehen ist immer noch nicht ganz aus der Mode und sorgt manchmal noch für einen kleinen Freuden-Schub wenn das Brautpaar den Ort der Trauung verlässt. Modernerweise können das auch Seifenblasen oder Reis - im Winter auch Wunderkerzen - sein. Bitte vorher aber mit Location und Brautpaar absprechen.

Egal für was ihr euch entscheidet, entscheidet Euch persönlich und so, wie es zu Euch passt. Viel Spaß bei der Planung!

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